Tipps zur Haltung von Malawisee Cichliden

Wer sich Malawis anschaffen möchte, sollte sich sehr genau erkundigen, welche Arten der Malawisee-Cichliden vergesellschaften werden können und welche nicht. Grundsätzlich wäre es ratsam, alle Mbuna Arten getrennt von den anderen Malawis zu halten. Die Mbunas neigen dazu, sehr frech zu sein, wodurch sich andere Malawis gestört und unter Druck gesetzt fühlen können. In der Natur bewohnen Malawis einen See, in dem genügend Platz für viele Arten ist. Dies ist in einem Aquarium, in dem nur relativ wenig Platz vorhanden ist, leider nicht der Fall.  Utaka Arten zusammen mit den Kaiserbuntbarschen stellt kein größeres Problem dar. Hier sollte allerdings bedacht werden, dass sich die Kaiserbuntbarsche gern mit anderen Malawisee-Cichliden kreuzen. Es ist auch wichtig darauf zu achten wie aggressiv die zu vergesellschafteten Malawis werden können (innerartlich und gegen andere Arten) Hier steht Ihnen bei einer Zusammenstellung der Züchter gerne zur Verfügung und gibt Tipps und Anregungen.


Malawis sind es gewohnt, in sehr klarem Wasser zu schwimmen. Aus diesem Grunde kommt es entscheidend darauf an, das Wasser im Aquarium so weit wie möglich den natürlichen Bedingungen  anzupassen. Um dies zu erreichen, sollte auf eine gute Filterung geachtet werden. Das Wasser, in dem sich die Malawis wohl fühlen, weist keine schwebenden Partikel und keinen Mulm auf. Um dies zu erreichen, sollte die Wasseroberfläche des Aquariums in ständiger Bewegung sein. 


In ihrer natürlichen Heimat sind es die Malawis gewohnt, sehr viel Sonne abzubekommen. Dies ist jedoch keineswegs  12 bis 16 Stunden am Tag der Fall. Dieser Tatsache sollte bei der Auswahl einer geeigneten Beleuchtung für das Aquarium Rechnung getragen werden. Ist die Beleuchtung zu hell, können die Männchen der Malawisee-Cichliden sehr schnell aggressiv werden, was sich unter anderem darin äußert kann, dass sie ständig den Weibchen hinterher jagen. 



Wer Erfahrungen mit der Aufzucht und der Pflege von Fischen gesammelt hat, wird  wissen, dass es unabdingbar ist, das Wasser im Aquarium regelmäßig zu wechseln. Wie oft dies  erforderlich ist, hängt nicht nur von der Größe des Aquariums und der Anzahl der Malawisee-Cichliden, sondern auch von der Leistungsfähigkeit des Filters ab. Durch einen Wasserwechsel werden schädliche Stoffe aus dem Aquarium entfernt oder deutlich reduziert. Solche schädlichen Stoffe sind zum Beispiel Nitrit oder Nitrat. Mit dem frischen Wasser kommen Spurenelemente in das Aquarium, welche für die Gesundheit, das Wachstum und das Wohlbefinden der Malawisee-Cichliden von elementarer Bedeutung sind. Grundsätzlich ist es nicht immer ratsam, den Malawisee-Cichliden pures Leitungswasser zuzuführen. Das Wasser enthält unter Umständen schädliche Substanzen, die sich negativ auf die Gesundheit der Malawis auswirken können. Die Frage, wie oft die Malawis einen Wasserwechsel benötigen, kann nicht verallgemeinert werden. Als Faustregel kann jedoch gelten, dass 20 % des Wassers jede Woche und 50 % des Wassers alle 2 Wochen ausgewechselt werden sollten.


Die meisten Malawisee-Cichliden graben gern im Boden und verstecken sich gern in Höhlen. Eine Ausnahme bilden die Cichliden, die gern in der freien Natur schwimmen. Der Bodengrund sollte mit Sand ausgelegt werden, der eine Körnung von 0,5 bis 2 mm und eine Tiefe von 2 bis 3 cm aufweist. Außerdem sollte der Sand nicht zu hell, sondern eher etwas dunkler sein.  Für das Aquarium sollten Pflanzen ausgewählt werden, die sich problemlos an einem Stein befestigen lassen. Damit sich die Malawis gut verstecken können, sollte das Aquarium mit Lochgestein verschiedener Größe ausgestattet sein. Besonders gut geeignet ist Sandstein, Bachgestein, Granit oder Schiefer.