Zucht

Malawis werden den Maulbrütern zugerechnet. Möchte sich ein Männchen fortpflanzen, umwirbt es die Weibchen. Unter ständigem Zittern stellt es die Flossen auf und platziert sich direkt vor dem Weibchen. Damit möchte das Männchen Eindruck schinden und erreichen, dass sich das Weibchen näher mit ihm einlässt. Um den Fortpflanzungsvorgang zu starten, drehen sich die Männchen und die Weibchen umeinander. Nach einigen Umdrehungen ist es schließlich so weit. Nun können erste Eier gelegt werden.  Da die Malawis Maulbrüter sind, können die Eier sofort nach der Ablage von den Weibchen aufgenommen und im Kehlsack verstaut werden. Für die Männchen ist die Fortpflanzung an diesem Punkt beendet. Alles weitere erledigen die Weibchen. Die Eier befinden sich zwischen ca. 18 und 21 Tage im Kehlsack des Weibchens. Während dieser Zeit nimmt es keine oder nur sehr wenig Nahrung auf. Außerdem zieht sich das Weibchen weitestgehend zurück und nimmt nicht mehr am Gemeinschaftsleben mit den anderen Malawis teil. Nun können die Jungtiere der Malawis freigesetzt werden. Ist keine Zucht geplant, ist es nicht erforderlich, die trächtigen Tiere in einem extra Becken unterzubringen. Ganz anders sieht es aus, wenn größere Zuchten geplant sind. Hier sollte man ein Zuchtbecken einrichten und das Weibchen nach ca. 18 Tagen in das Zuchtbecken zum entlassen der Jungtiere umsetzen.  Dafür wäre ein Laichkasten oder eine Abtrennung im Stammbecken empfohlen. Aber Achtung es gibt Arten die eventuell das Weibchen nicht wieder, oder sehr schwer wieder in die Gruppe aufnimmt. Das Umsetzen sollte allerdings behutsam und mit Bedacht erfolgen.  Wer etwas Erfahrung besitzt, wird sehr schnell merken, wie er am besten mit den Tieren verfährt, was wiederum die Voraussetzung dafür darstellt, dass sich die Malawis-Zucht erfolgreich entwickelt.